20.08.2012

Neue KV-Technologien in Wustermark

Eindrucksvolle Präsentation von Rail Cargo Austria

Der nicht kranbare Sattelauflieger wird von der Rampe in den Taschenwagen gekrant (alle Fotos. Dr. Teßmann).

Hauptakteure: (v.l.n.r.) Egbert Neumann (MIL Brandenburg), Ralf Behrens (W&H) WAGENER & HERBST, Martin Wischner (HVLE), Andreas Wandes, Erich Possegger, Walter Schwaighofer (alle RCA).

70 Teilnehmer verfolgen die Präsentation von RCA.

Der Mobiler-Container wechselt horizontal vom Straßenauflieger zum Eisenbahntragwagen.

Wustermark, 17.08.2012 - Innovative und zukunftsweisende Umschlagtechnologien präsentierte Rail Cargo Austria (RCA), das Güterverkehrsunternehmen der Österreichischen Bundesbahnen, am 17.08.2012 auf der KV-Anlage im Güterverkehrszentrum Berlin West (Wustermark). Auf Initiative der LNBB Mitglieder WAGENER & HERBST Management Consultants GmbH und in Zusammenarbeit mit der Havelländischen Eisenbahn AG wurden vor Ort einem breiten Fachpublikum die Funktions- und Wirkungsweise der "ISU - Umschlagtechnologie" und des "Mobiler-Konzeptes" vorgestellt. Martin Wischner, Vorstand Havelländische Eisenbahn AG. und Egbert Neumann, Abteilungsleiter Verkehr im Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, begrüßten die zahlreich erschienenen, neugierigen Gäste.

Das System "ISU - Innovativer Sattelauflieger Umschlag", das von DI Erich Possegger, Leiter Terminal Service Austria bei RCA Intermodal, präsentiert und vorgeführt wurde, ermöglicht den Umschlag nicht kranbarer Sattelauflieger im Kombinierten Verkehr. "Die Intention der Entwicklung von ISU im Rahmen von zwei EU-Projekten bestand darin, nicht kranbare Trailer auf möglichst einfache Art und Weise ohne große Investitionskosten auf die Schiene zu bringen", sagte Possegger.Die praktische Einführung des Systems erfolgte 2011 in der Relation Österreich Rumänien. ISU ist eine Alternative zum direkten Straßengütertransport bei Entfernungen von 700 km bis 2.500 km und für größeres Verkehrsaufkommen.Technologische Entwicklungsgrundsätze des Systems waren:- keine Veränderungen an den Ladeeinheiten der Kunden,- keine oder nur geringe Adaptierungen an bestehendem Terminal-Equipment,- Verwendung von heute marktüblichem Wagenmaterial,- keine größeren Infrastrukturinvestitionen in Terminals und- einfache Konstruktion und Handhabung des Ladeequipments.Die Erfordernisse an den KV-Standort, auf dem das System eingesetzt werden soll, bestehen im Wesentlichen in einer befestigten Fläche von ca. 3m Breite und 27m Länge zur Aufstellung der Rampe sowie vor und nach der Rampe einer Zufahrtsmöglichkeit für den Terminaltraktor (oder auch LKW) mit Trailer und Möglichkeit zur geraden Ausrichtung. Für den Umschlag sind ein Reachstacker oder Portalkran mit Containerspreader und mit möglichst 45 t Hubkraft erforderlich. Außerdem werden Abstellflächen für die ein- und ausgehenden Trailer In Abhängigkeit von der Zugfrequenz benötigt. 

Mit dem Mobiler-System sind im Jahr 2011 bereits über eine Million Tonnen Güter mit einer Transportleistung von über 314 Mio. tkm transportiert worden. Das System ermöglicht ökologische und ökonomische Transportlösungen durch die Kombination der Massenleistungsfähigkeit der umweltfreundlichen Schiene mit der Flexibilität des LKW. "Wir bieten aus einer Hand maßgeschneiderte Lösungen für Kunden mit regelmäßigen und größeren Transportmengen ab etwa 10.000 t/a an", betonte Walter Schwaighofer (RCA). Die Einsatzmöglichkeiten des Mobiler-Systems bestehen vor allem - bei Kunden ohne Gleisanschluss,- im Vor- und Nachlauf im Werksgelände mittels MOBILER-Fahrzeug,- zur Erschließung von Industriezentren ohne Gleisanschluss und- als dezentrale Ergänzung zu den Kombiverkehrsterminals. 

"Die weitere praktische Umsetzung der Systeme kann nur durch die Logistiker am Markt, d. h. die Bahnen, die Spediteure und die Lkw-Unternehmer mit einer entsprechenden Rückendeckung der Politik erfolgen", fasste Andreas Wandes, Leiter der RCA - Niederlassung in Deutschland das Anliegen der Veranstaltung zusammen. Die Initiative von WAGENER & HERBST zur Durchführung der Veranstaltung resultierte aus der Mitarbeit am europäischen Scandria-Add-on-Projekt "ilotech", in dem "Innovative Technologien zur Güterverkehrsverlagerung im Ostsee-Adria Entwicklungskorridor" untersucht werden.


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Dr. Norbert Wagener,
Geschäftsführer Wagener & Herbst Management Consultants GmbH

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