12.10.2017

Automatisiertes und vernetztes Fahren in der Logistik

Bewilligung und Start des Projekts „ATLaS“ im Rahmen des Forschungsprogramms Automatisierung und Vernetzung im Straßenverkehr des BMVI

Mit Bewilligung durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) startete das Projekt „ATLaS“ zum 01.08.2017 mit einer Laufzeit vo

n zwei Jahren. Das Projekt betrachtet die Veränderung der Logistikkette durch den Einsatz des automatisierten und vernetzten Fahrens und soll die Realisierung im Güterverkehr unterstützen. Die Technische Universität Hamburg und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt bilden dabei das Projektkonsortium, das vom LogistikNetz Berlin-Brandenburg e.V. und der Dronemasters Future Mobility Initiative als Unterauftragnehmer unterstützt wird.

Gegenstand von ATLaS ist das automatisierte und vernetzte Zusammenwirken von technischen Elementen und Menschen als Voraussetzung für die gesellschaftliche Akzeptanz einer automatisierten und vernetzten, straßengebundenen Logistikkette.

Folgende Fragestellungen werden im Projekt adressiert:

- Welche Erwartungen und Akzeptanzbedingungen haben Akteure der Logistik an das automatisierte und vernetzte Fahren im Straßengüterverkehr?

- Welche Einsatzbereiche tragen in besonderer Weise zur Erhöhung der Effizienz und zur Erhöhung des Servicegrads in Logistikketten bei?

- Wie verändern sich Logistikketten durch automatisiertes und vernetztes Fahren und welche Prozesskostenveränderungen und verkehrlichen Wirkungen resultieren daraus?

Zur Beantwortung dieser Fragen werden gemeinsam mit Akteuren der Logistikketten der derzeitige Technologieeinsatz und bestehende Ineffizienzen in Logistikketten im Rahmen von ATLaS herausgearbeitet. Daraus ergeben sich wertschöpfende Einsatzfelder von Technologien zum automatisierten und vernetzten Fahren. Es werden zudem Umsetzungsbedingungen analysiert, die über das Platooning hinausgehen. Anhand der Einsatzszenarien lässt sich abschätzen, wodurch der kommende gesellschaftliche Diskussionsprozess bestimmt wird und an welchen Stellen auch eine gesellschaftliche Akzeptanz des automatisierten und vernetzten Fahrens im Güterverkehr erwartet werden kann.

Als Ergebnis von ATLaS sind die Anforderungen der Logistikakteure an das automatisierte und vernetzte Fahren in verschiedenen Einsatzfeldern identifiziert und in Szenarien formuliert, welche

a) von Technologie- bzw. Fahrzeugherstellern genutzt werden können, um bedarfsgerechte Innovationen zu entwickeln (von Logistikakteuren akzeptierte Einsatzszenarien),

b) für den politischen Diskurs die Grundlagen zur Ableitung geeigneter Rahmensetzungen des automatisierten und vernetzten Fahrens liefern (Realisierung der Akzeptanzbedingungen eines AVF in Logistikketten),

c) Anforderungen an bestehende oder aufzubauende Testfelder formulieren, damit die Logistikbranche das automatisierte und vernetzte Fahren technisch und organisatorisch testen, aber auch den Nutzen demonstrieren kann, als auch

d) in Realsituationen hinsichtlich der abgeschätzten betriebswirtschaftlichen und verkehrlichen Wirkungen überprüft werden können und die ökologischen und sozialen Wirkungen abschätzen lassen.

Im Zuge der Projektbearbeitung wird es geführte Einzelinterviews mit den Hauptakteuren der Logistikkette geben. Die Anwendersicht auf genannte Schwerpunkte steht dabei im Mittelpunkt. Die Schlussfolgerungen dessen in Zusammenhang mit der Forschungsarbeit werden in einem öffentlichen Workshop diskutiert, der voraussichtlich im Februar oder März erfolgen soll. Die Ergebnisse hieraus fließen in die Bildung der Szenarien des Projektes ein.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Verbundkoordination und Pressekontakt

Prof. Dr.-Ing Heike Flämig
Technische Universität Hamburg
Institut für Verkehrsplanung und Logistik (VPL)

Tel: (+49) 40 - 428 78 - 39 07
Fax: (+49) 40 - 428 78 - 27 28
E-Mail: flaemig@tuhh.de

Projektpartner

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
Institut für Verkehrsforschung (VF)
Dr.-Ing. Stephan Müller


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Horst Stiegler
Vorstand Marketing,
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