Donnerstag, 22. September 2011
Minister Vogelsänger weiht Westanbindung des RLC Wustermark ein
Zukunft des Schienenlogistikknotens Wustermark liegt in seiner Hub-Funktion im Seehafenhinterlandverkehr

Landrat Dr. Burkhard Schröder, HVLE-Vorstand Günther Alsdorf, Dr. Jörg Sandvoß, Vorstand DB Netz AG, Dr. Friedemann Kunst, Senatsverwaltung Berlin.

Der erste Zug über die neue Westanbindung des RLC ist startbereit (Fotos: Sauer)
Wustermark, 22.9.2011 – In Anwesenheit hochrangiger Vertreter von Politik und Wirtschaft der Hauptstadtregion wurde am 21.09.2011 die Westanbindung des Rail & Logistik Center Wustermark (RLC) in Betrieb genommen. Damit ist es möglich, Regelgüterzüge mit einer Länge von bis zu 700 m aus den Gleisen der westlichen Richtungs- und Ausfahrgruppe des Rangierbahnhofs direkt auf die westlich angebundenen Strecken der DB Netz AG auszufahren. Diese Verbesserung der Betriebsabläufe im Rangierbahnhof stärkt vor allem die Funktion des RLC als Logistikdrehscheibe im Seehafenhinterlandverkehr.
Brandenburgs Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft Jörg Vogelsänger hob das große Engagement der Havelländischen Eisenbahn beim Ausbau der Schieneninfrastruktur des trimodalen Logistikknotens Wustermark hervor. „Wir brauchen diese Verknüpfungspunkte zwischen Schiene, Straße und Wasserstraße. Wustermark ist ein idealer Standort insbesondere in Bezug auf die Nähe zur gößten deutschen Metropole Berlin“, betonte er.
Dr. Friedemann Kunst, Senatsdirigent in der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, bewertete in seinem Statement die Westanbindung des RLC mit Bezug auf die gemeinsame Interessenlage der Region als ein bedeutendes verkehrspolitisches Ereignis. Als besonders positiv stellte er heraus, dass sich der Standort Wustermark vor allem auf Grund der privaten unternehmerischen Initiative so gut entwickelt habe.
Das Geschäftsmodell des RLC stand im Focus der Ausführungen von Dr. Jörg Sandvoß, Vorstand DB Netz AG. Er hob die unternehmerische, marktseitige und kostenseitige Erfolgsgeschichte des Geschäftsmodells hervor, mit dem es gelungen ist, eine Win-Win-Situation für beide Unternehmen zur Entwicklung des Schienengüterverkehrs zu schaffen.
Als einen Hauptgrund für die Erfolgsstory des RLC nannte LNBB Vorstand Günther Alsdorf, Vorstandsvorsitzender der Havelländischen Eisenbahn AG, unter Hinweis auf die bereits dreistellige Anzahl der Kunden, dass es gelungen sei, den Bahnhof neutral zu betreiben. Weitere Gründe sind lt. Alsdorf der vom Markt her begründete Bedarf nach Schieneninfrastrukturanlagen sowie die in enger Partnerschaft mit der DB Netz AG entwickelte Hub-Funktion des Standortes. „Die große Zeit des Bahnhofs kommt noch, weil es noch viele Möglichkeiten gibt, interessante Schienenverkehrsmodelle durch Verknüpfung von Knoten mit Hub-Funktion zu entwickeln“, sagte Alsdorf mit Blick in die Zukunft.
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