Donnerstag, 26. Januar 2012

Die "BentoBox": Berliner Innovation für die City Logistik

Verkehrs-Staatssekretär Gaebler stellt Prototyp für eine anbieter-offene Paket-Sammelstation vor

Staatssekretär Christian Gaebler (l.) und messenger-Geschäftsführer Achim Beier freuen sich über den erfolgreichen Praxistest der BentoBox. (Foto Dr. Teßmann)

Die BentoBox mit den Elektrorädern des Praxispartners (Foto: Senatsverw. f. Stadtentwicklung)

Berlin, 25.01.2012 - Es ist eine innovative Lösung für den sauberen und effizienten Lieferverkehr aus Berlin, die der Staatssekretär für Verkehr und Umwelt, Christian Gaebler, und Achin Beier, Geschäftsführer des Kurierdienstes messenger Transport + Logistik erstmals der Öffentlichkeit vorstellten: Die "BentoBox". Seit Anfang Dezember 2011 kommt dieser Prototyp einer flexiblen und anbieter-offenen Sammelstation für Pakete, Päckchen und kleinere Sendungen im Rahmen eines zweimonatigen Praxistests in Berlin erstmals zum Einsatz.

Die "BentoBox" ist Teil eines Bündels von Maßnahmen für städtische Logistik, welche im EU Projekt CityLog entwickelt wurden. Es handelt sich dabei um eine flexible Andockstation für sechs Trolleys (Kleincontainer), die vier verschiedene Variationen mit Fächern unterschiedlicher größe und Anordnung aufweist. Damit können alle Sendungen vom eiligen Dokument bis zu Umzugskartons die BentoBox als Sammel- und Verteilpunkt nutzen.

"Anders als die am Markt bereits bestehenden Lösungen soll die BentoBox im Endzustand allen interessierten KEP-Diensten (Kurier-, Express- und Paketdienste) offenstehen. Dabei sollen die Boxen sowohl als Schnittstelle zu privaten und geschäftlichen Endkunden fungieren, gleichzeitig aber auch ihre Einbindung als Konsolidierungspunkt in die internen Logistikprozesse ermöglichen", sagte Gaebler.

Für den Praxistest kooperiert die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt mit der Messenger Transport + Logistik GmbH, die mit ihren Kurieren die BentoBox für neun Wochen in ihre regulären Logistikdienstleistungen integriert. „Seit Anfang Dezember nutzen wir die BentoBox aktiv", erläuterte Messenger Geschäftsführer Achim Beier. "Vom Standort des Prototypen nahe dem Innsbrucker Platz beliefern wir heute weite Teile der Bezirke Steglitz-Zehlendorf, Tempelhof-Schöneberg bis hin nach Charlottenburg-Wilmersdorf über die BentoBox. Während unsere Kuriere früher mit dem Auto direkt bis zu Kunden fuhren, nutzen wir heute die BentoBox als Sammel- und Verteilpunkt für unsere Verkehre. Das heißt, dass unsere Autokuriere heute ihre gebietsbezogenen Sendungen nur noch in die BentoBox liefern und diese dann von hier per Lastenfahrrad verteilt werden und umgekehrt. Wir konnten so 85 % unserer Autofahrten im Anwendungsgebiet durch die Lastradnutzung auf Nahe-Null-Emissionen reduzieren!“

"Das Projekt zeigt, dass Politik, Verwaltung und Unternehmen gemeinsam Lösungen entwickeln können, die eine stadtverträglichere Abwicklung des Wirtschaftsverkehrs in Berlin ermöglichen", fasste Staatssekretär Gaebler die bisherige Entwicklung der BentoBox zusammen. 

Nach dem Praxistest in Berlin wird die BentoBox in weiteren Feldversuchen in Lyon (Frankreich) und in Turin (Italien) erprobt. Der Begriff "Bento" beschreibt die ja­panische Tradition, Essen in kleinen Häppchen platzsparend zu verpacken, um es zu transportieren. Ein Geschäftsmodell für das neue System in der City Logistik befindet sich noch in der Entwicklung.

gt


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